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Apfelmus im Glas

Dieses Jahr beschenkt uns die Natur mit einer unglaublichen Fülle. Die Zwetschgen sind verarbeitet, die Zucchettis und Gurken bilden Ihre letzen Früchte resp. Gemüse und jetzt hängen die Bäume noch voller Quitten, Birnen und Äpfel. 

 

Da mein Sohn ein Geniesser ist und alles mag was süss ist, mache ich aus den vielen geschenkten Äpfeln Apfelmus. Klar, er könnte ja auch normale Äpfel essen. Tut er auch, aber die 25 kg die ich bekommen habe, sind keine Lagersorte. Also müssen sie verarbeitet werden.

 

Folgendes fällt mir zu Äpfeln ein:

  • Fruchtaufstriche oder Konfis  oder Gelees
  • Apfelschnitze lose für Wähen einfrieren und dann im Winter für Wähen und Kuchen verwenden
  • Apfelschnitze oder Apfelringli trocknen
  • Apfelsaft machen lassen oder wer eine Presse hat kann selbst mosten und den Most sterilisieren
  • Kompott mit Apfelschnitzen
  • Apfelmus
  • ... 

Vorgehen

 Vorbereiten und Zutaten

  • Äpfel (ob 2 Stk. oder 20 kg spielt keine Rolle, geht alles)
  • Gläser in der Grösse die man als Portion braucht
  • Deckel, Gummis und Klammern, oder Schraubdeckel. 
  • 1-2 dl Wasser oder Apfelsaft
  • pro kg Äpfel 70-100 g Zucker je nach Gutdünken
  • Geschmack: Zimt, Vanille oder auch Portwein, ev. Schokoladensplitter usw. 

Gläser waschen, warm stellen im Backofen bei 100°C, Deckel oder Gummis auskochen. 

Äpfel waschen, schälen oder nicht hängt von der Sorte ab, und ist Geschmacksache, wer ein Passe Vite hat, muss nicht schälen 
schadhafte Stellen rausschneiden, in Schnitze schneiden, Kerngehäuse entfernen. Dabei ist ein Apfelteiler sehr effizient. 

 

Wer eine Sorte hat, die schnell braun anläuft, kann die gerüsteten 

Äpfel auch in Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone legen, dann laufen sie weniger an. 

 

Eine grosse Pfanne mit Deckel wählen. 

Ca. 1-2 dl Wasser oder Apfelsaft eingiessen, damit die Äpfel nicht anbrennen. 

70 - 100 g Zucker zugeben (mit Passevite erst nach dem pürieren)

Aufkochen, gut umrühren, Temperatur zurückstellen und Deckel drauf. Je nach Apfelsorte 5-10 Min. weich kochen.  

Masse mit dem Mixer oder dem Passevite pürieren. 

Mit Gewürzen oder Alkohol abschmecken, rasch in die vorbereiteten Gläser abfüllen und verschliessen. 

... ab in den Steamer. Selbstverständlich geht auch der Wecktopf, wenn es mehr ist, oder der Backofen. 
Bei 90° Grad für 30 Min. sterilisieren. 

Wenn es im Backofen gemacht wird, könnt ihr ein Kontrollglas mit Wasser drin dazu stellen, dann seht ihr wann die Temperatur erreicht ist. Ich würde wohl 30 Min bei 120° Grad sterilisieren, das sollte eigentlich gut klappen. 

Wenn die Gläser abgekühlt sind, wie gewohnt die Klammern entfernen und kontrollieren, ob es ein Vakuum gegeben hat. 
Ich persönlich glaube ja nicht, dass die Gläser bei uns ein Jahr alt werden, aber so lange dürften sie jetzt sicher haltbar sein wenn sie richtig gut verschlossen sind. 

 

Von der ersten Charge die ich gemacht habe ist leider ein Glas aufgegangen und war auch schimmlig. Aber davon lasse ich mich nicht beeindrucken. Der Vorteil bei den Einmachgläsern ist übrigens, dass man das immer gleich durch den Deckel sieht.

Ich bin gespannt, ob sich die Twistoff Deckel auch so gut halten. Ich werde berichten. 


Mein Keller sieht so ein Bisschen nach Eichhörnchenversteck aus. Und jedes Mal wenn ich in den Keller gehe freue ich mich riesig daran. Ich glaube, ich bin ein wenig süchtig ;-)

 

Vom Juni bin ich Euch noch meine Erfahrung vom Brot im Glas schuldig. 

Wir haben das letzte "Glasbrot" heute geöffnet und angeschnitten. 
Zugegeben, es war etwas trocken, aber durchaus noch ohne Zahnschaden geniessbar. Da ich ein eher kompakteres Brot mit Kernen und Vollkornmehl gebacken habe, war es fast ein wenig Pumpernickel artig, was ich aber sehr gern mag und wunderbar zu Käse schmeckt. 

 

Ich würde sagen, das Experiment ist gelungen, mehr als 6 Monate Lagerung müssten allerdings noch geprüft werden. 

 

 

Viel Erfolg beim Nachmachen und genussvolle Grüsse 

 

Eure Frau Rühr-Werk

 

Wie immer bin ich gespannt auf Eure Erfahrungen. Habt ihr Wünsche oder Fragen an mich? Lasst es mich wissen.

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