Genuss zu konservieren ist ein sehr altes Handwerk, das nichts von seiner Faszination verloren hat.

Hinter Rühr-Werk steht Karin Eggenberger-Herzog und saisonal ganz liebe Menschen die mit fleissigen Händen mithelfen, dass die grossen Mengen an reifen Früchten bewältigt werden können.

 

Das bin ich

Medizinische Laborantin, Gastronomin und Erwachsenen-Bildnerin, das sind meine drei erlernten Berufe. Köchin, Gärtnerin und Mutter bin ich aus Leidenschaft und noch viele andere Berufe übe ich im Alltag aus, wie wir das wohl alle machen. 

 

In der Küche habe ich in meinem Berufsleben immer mal wieder gestanden. Meine allererste Schnupperlehre war sogar als Koch (die weibliche Form war damals eine andere Ausbildung). Die Lehrstelle hätte ich bekommen, nur konnte ich mir nicht vorstellen, dann zu arbeiten, wenn alle anderen frei haben und darum wurde ich medizinische Laborantin. Die Arbeit im Labor ähnelt manchmal durchaus dem Kochen, es müssen Lösungen nach Rezept zubereitet werden, und das erst noch sehr genau. Wer hätte da geahnt, dass es mich später in meiner Laufbahn doch noch in die Gastronomie verschlägt? Mit 22 habe ich die Belvoirpark Hotelfachschule absolviert und da war Küche eines der Hauptfächer. Und heute als Mutter stehe ich jeden Tag am Herd.  

 

So auch an diesem Herbsttag im 2014. Ich kochte und backte den ganzen Tag. Kuchen, Suppe, Lasagne, Tomatensauce für den Vorrat und anderes. Am Abend war ich zufrieden wie lange nicht mehr. - Das ist für mich der Schlüsselmoment. Plötzlich wusste ich: Kochen ist das, was ich machen will und zwar beruflich. 

 

Meinen ersten Fruchtaufstrich machte ich schon 2012, als ich ganz viele Zwetschgen bekam. Es war ein Hit und mein Sohn wollte nur noch "seine" Zwetschgen-Konfi. So begann ich zu experimentieren. 

Es kamen andere Früchte dazu und bald waren es 25 Sorten. Viele Freunde meinten, sie würden die Konfi auch bei mir kaufen und der beste aller Ehemänner mich vor die Wahl stellte, entweder aufzuhören (wir hatten etwa für 5 Jahre Vorrat) oder "etwas Richtiges" daraus zu machen.

Da war es plötzlich ganz klar: Rühr-Werke sind das, was ich machen will. 

 

Ein Konzept war bald erstellt, der Name für die Firma gefunden und mit dem Lebensmittelinspektorat alles wichtige geklärt. Und dann nahm alles seinen Lauf. Zuerst wurde am Freitag Abend und am Samstag in der Kinderkrippe Nokimuz produziert, weil deren Küche amtlich abgenommen war. Und als sich dann die Chance auf eine eigene Küche in den Räumen der ehemaligen Metzgerei Schnyder ergab, habe ich den Schlachthausteil zur Rühr-Werk Küche umgebaut. Dort produziere ich nun all meine feinen Rühr-Werke. Die englischen Zitrus-Marmaladen gehören sogar mittlerweile zu den besten auf der Welt. (Hier mehr darüber lesen)

 

Seit 2017 gebe ich auch Kurse zum Thema einmachen und Fruchtaufstriche. In der Rühr-Werk Küche koche ich mit kleinen Gruppen bis zu 4 Teilnehmenden und wenn es grössere Gruppen sind, dürfen wir die tolle Küche im Esspunkt in Laupen benützen. Dort arbeite ich meist im Team mit der Inhaberin, der wunderbaren Karin Looser, die jeweils passend zum Thema einen feinen Znacht zaubert.  

Wer weiss, wo die Geschichte in den nächsten Jahren hingeht...